1. Die wichtigsten Steuer-Fristen 2026
Fristen zu reißen kostet bares Geld (Verspätungszuschlag + Säumniszuschläge). Diese Termine gehören in deinen Kalender:
| Was | Wann |
|---|---|
| Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA) | Bis zum 10. des Folgemonats (monatlich oder vierteljährlich, je nach Vorjahres-USt); mit Dauerfristverlängerung +1 Monat |
| Einkommensteuer-Vorauszahlung | Quartalsweise: 10.03. · 10.06. · 10.09. · 10.12. |
| Einkommensteuererklärung (für 2025) | In der Regel bis 31.07.2026 (mit Steuerberater deutlich später) |
| Anlage EÜR | Zusammen mit der Steuererklärung, elektronisch über ELSTER |
2. Wie viel Steuer musst du zurücklegen?
Der häufigste Fehler von Einsteigern: das Geld auf dem Konto für „verfügbar" halten und bei der Steuernachzahlung überrascht werden. Faustregel: lege von jeder Einnahme grob 25–40 % auf ein separates Rücklagen-Konto (Einkommensteuer + ggf. Umsatzsteuer, die du eingenommen, aber noch nicht abgeführt hast). Der genaue Satz hängt von Gewinn, Familienstand und Krankenversicherung ab.
- Getrenntes Rücklagen-/Tagesgeldkonto anlegen
- Bei jeder Zahlung sofort den Rücklagen-Anteil überweisen
- Vereinnahmte Umsatzsteuer ist nie dein Geld — nur durchlaufender Posten
Rücklage & EÜR automatisch rechnen lassen
Der Steuer- & EÜR-Tracker erfasst Einnahmen/Ausgaben und rechnet EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung und Steuerrücklage automatisch — dein komplettes Steuer-Cockpit.
Steuer- & EÜR-Tracker ansehen (47 €) →3. Betriebsausgaben-Checkliste: Was du absetzen kannst
Jeder betrieblich veranlasste Euro senkt deinen Gewinn und damit deine Steuer. Häufig übersehene, absetzbare Betriebsausgaben für Selbstständige:
- Arbeitsmittel: Laptop, Monitor, Software-Abos, Fachliteratur
- Büro: Miete/Arbeitszimmer, Homeoffice-Pauschale, Strom-/Internet-Anteil
- Telefon & Internet (betrieblicher Anteil)
- Fahrtkosten, ÖPNV, betriebliche Reisen & Verpflegungsmehraufwand
- Weiterbildung, Kurse, Fachkonferenzen
- Versicherungen (betrieblich), Beiträge zu Verbänden/Kammern
- Steuerberater, Buchhaltungssoftware & Vorlagen, Bankgebühren des Geschäftskontos
- Website, Hosting, Werbung, Marketing
4. Rechnungen: Pflichtangaben nach §14 UStG
Fehlt eine Pflichtangabe, kann dein Kunde die Vorsteuer nicht ziehen — und du bekommst die Rechnung zurück. Jede Rechnung braucht:
- Vollständiger Name & Anschrift von dir und dem Kunden
- Deine Steuernummer oder USt-IdNr.
- Rechnungsdatum & fortlaufende, einmalige Rechnungsnummer
- Menge/Art der Leistung + Leistungsdatum
- Nettobetrag, Steuersatz & Steuerbetrag (bzw. Hinweis auf §19 bei Kleinunternehmern)
Als Kleinunternehmer nach §19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus, sondern den Hinweis „Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Mehr dazu im Ratgeber Rechnung schreiben und zur Kleinunternehmerregelung §19.
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Rechnungs-Generator ansehen (29 €) →5. Kleinunternehmer (§19) — bist du drin?
Die Kleinunternehmerregelung befreit dich von der Umsatzsteuer, wenn dein Umsatz unter den gesetzlichen Grenzen bleibt. Die Grenzen wurden zum 1.1.2025 angehoben — prüfe die aktuellen Werte für dein Jahr (Vorjahres- und laufende Umsatzgrenze) und ob sich der Verzicht für dich lohnt (Vorsteuerabzug!). Details im Ratgeber Kleinunternehmerregelung.
6. Die häufigsten Fehler
- Keine Steuerrücklage bilden → Nachzahlung wird zum Schock
- Vereinnahmte Umsatzsteuer ausgeben (ist nicht dein Geld)
- Belege nicht sammeln → Betriebsausgaben verschenkt
- UStVA-Frist vergessen → Verspätungszuschlag
- Rechnungsnummern nicht fortlaufend/einmalig
- Privat und geschäftlich über ein Konto → Chaos bei der EÜR
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Komplettpaket ansehen (79 € statt 134 €) →Hinweis: Diese Checkliste ist ein allgemeines Hilfsmittel zur Selbstorganisation und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes. Steuerliche Werte und Fristen können sich ändern — im Zweifel Steuerberater oder Finanzamt fragen. Angaben ohne Gewähr, Stand 2026.