Kostenlose Checkliste · Stand 2026

Steuer-Checkliste 2026 für Selbstständige & Freelancer

Das Wichtigste zuerst: Als Selbstständige/r in Deutschland brauchst du 2026 fünf Dinge im Griff — die Fristen (UStVA, Vorauszahlungen, Steuererklärung), eine Steuerrücklage (Faustregel 25–40 %), eine saubere EÜR, korrekte Betriebsausgaben und §14-konforme Rechnungen. Diese Checkliste geht jeden Punkt der Reihe nach durch — arbeite sie einmal von oben nach unten ab.

1. Die wichtigsten Steuer-Fristen 2026

Fristen zu reißen kostet bares Geld (Verspätungszuschlag + Säumniszuschläge). Diese Termine gehören in deinen Kalender:

WasWann
Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA)Bis zum 10. des Folgemonats (monatlich oder vierteljährlich, je nach Vorjahres-USt); mit Dauerfristverlängerung +1 Monat
Einkommensteuer-VorauszahlungQuartalsweise: 10.03. · 10.06. · 10.09. · 10.12.
Einkommensteuererklärung (für 2025)In der Regel bis 31.07.2026 (mit Steuerberater deutlich später)
Anlage EÜRZusammen mit der Steuererklärung, elektronisch über ELSTER
💡 Trag dir die UStVA-Termine als monatliche Wiederholung ein — das ist die Frist, die am häufigsten vergessen wird.

2. Wie viel Steuer musst du zurücklegen?

Der häufigste Fehler von Einsteigern: das Geld auf dem Konto für „verfügbar" halten und bei der Steuernachzahlung überrascht werden. Faustregel: lege von jeder Einnahme grob 25–40 % auf ein separates Rücklagen-Konto (Einkommensteuer + ggf. Umsatzsteuer, die du eingenommen, aber noch nicht abgeführt hast). Der genaue Satz hängt von Gewinn, Familienstand und Krankenversicherung ab.

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3. Betriebsausgaben-Checkliste: Was du absetzen kannst

Jeder betrieblich veranlasste Euro senkt deinen Gewinn und damit deine Steuer. Häufig übersehene, absetzbare Betriebsausgaben für Selbstständige:

💡 Belege lückenlos sammeln (digital reicht). Ohne Beleg keine Betriebsausgabe — und 10 Jahre Aufbewahrungspflicht beachten.

4. Rechnungen: Pflichtangaben nach §14 UStG

Fehlt eine Pflichtangabe, kann dein Kunde die Vorsteuer nicht ziehen — und du bekommst die Rechnung zurück. Jede Rechnung braucht:

Als Kleinunternehmer nach §19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus, sondern den Hinweis „Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Mehr dazu im Ratgeber Rechnung schreiben und zur Kleinunternehmerregelung §19.

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5. Kleinunternehmer (§19) — bist du drin?

Die Kleinunternehmerregelung befreit dich von der Umsatzsteuer, wenn dein Umsatz unter den gesetzlichen Grenzen bleibt. Die Grenzen wurden zum 1.1.2025 angehoben — prüfe die aktuellen Werte für dein Jahr (Vorjahres- und laufende Umsatzgrenze) und ob sich der Verzicht für dich lohnt (Vorsteuerabzug!). Details im Ratgeber Kleinunternehmerregelung.

6. Die häufigsten Fehler

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Hinweis: Diese Checkliste ist ein allgemeines Hilfsmittel zur Selbstorganisation und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes. Steuerliche Werte und Fristen können sich ändern — im Zweifel Steuerberater oder Finanzamt fragen. Angaben ohne Gewähr, Stand 2026.